Fruchtaufstriche

Laut Konfitüren-Verordnung bezeichnet man Erzeugnisse, bei denen Früchte oder Fruchtsaft und Gelierzucker im Verhältnis 1:1 gekocht werden, als "Konfitüre", "Gelee" oder Marmelade, da sie einen Zuckergehalt von mindestens 60% aufweisen.

Marmeladen dürfen allerdings nur aus Zitrusfrüchten hergestellt werden. Das ist aus dem englischen Sprachgebrauch abgeleitet, wo von orange marmalade, aber von strawberry, raspberry oder cherry jam die Rede ist. Die deutsche Umgangssprache hat sich bis heute nicht daran gewöhnt und aufgrund von Protesten dürfen Kleinerzeuger seit 2003 wieder Erdbeer-, Himbeer- und Kirschmarmelade verkaufen.

Erzeugnisse mit Gelierzucker 2:1 und 3:1 haben demgegenüber einen höheren Fruchtanteil und einen niegrigeren Zuckergehalt. Sie werden "Fruchtaufstriche" genannt.

Aus dem in der Gartenarbeitsschule geernteten Obst kochen Schülerinnen und Schüler Fruchtaufstriche und Gelees.

Das vorbereitete Obst wird abgewogen und in große Kochtöpfe gefüllt. Die Kinder fügen die dem Obstgewicht entsprechende Menge Gelierzucker hinzu, geben - vor allem bei den beliebten Weihnachtsfruchtaufstrichen - Gewürze dazu und bringen alles unter ständigem abwechselnden Rühren zum Kochen. Sie achten auf die Kochzeit, prüfen, ob der Fruchtaufstrich auch wirklich geliert, füllen diesen schließlich in Gläser und stürzen diese um. Nach kurzem Abkühlen können die Gläser dann sofort mitgenommen werden.

Gelees stellen Schülerinnen und Schüler meist aus Obstsäften her, z.B. aus selbstgepresstem Apfelsaft.